Montag, 28. Oktober 2013

26.10. - 28.10.2013 Märchenwelt Kakku - und dann eine schwierige Entscheidung!

26.10.2013
Es steht mal wieder ein Reisetag an: Und zwar geht es mit dem Flugzeug zunächst von Yangon nach Heho. Leider gibt es momentan keinen Direktflug, so dass wir nach 1,5 Stunden in Bagan zwischenlanden müssen. Die nächste Etappe ist dann nur noch knapp 40 Minuten lang und wir erreichen am frühen Nachmittag das kleine Städtchen Heho. Dort wartet schon der Bus und wir fahren durch Dörfer und landwirtschaftlich genutzte Gebiete nach Nyaungshwe. Diese alte Fürstenstadt liegt nur 5 Kilometer vom berühmten Inle See entfernt und dient den Travellern daher als preisgünstiges Standquartier. Leider hat es den ganzen gestrigen Tag und auch heute kräftig geregnet, so dass es hier überall ungemütlich nass und sogar ein wenig kühl ist. Am Abend gehen wir in einem kleinen Restaurant sehr gut essen und beenden den Tag faul in unserem Hotel. Leider ist die Wettervorhersage für die nächsten zwei Tage mit „Starkregen“ äußerst bescheiden. Mal sehen, was wir hier überhaupt zu sehen bekommen.
27.10.2013
Das Wetter hat sich einigermaßen gefangen und es bleibt zumindest den halben Tag trocken. Daher brechen wir nach dem Frühstück mit dem Bus auf und passieren viele Reis- und Zuckerrohrfelder. Wir besuchen zunächst die Provinzhauptstadt des Shan-Staates Taunggyi. Diese wurde von den Engländern als Bergstation aufgebaut, da hier in ca. 1.500 m Höhe ein sehr angenehmes Klima herrscht. Wir besuchen den täglich stattfindenden Markt und staunen mal wieder über die vielen Gewürze, Früchte und das turbulente Treiben, das hier herrscht. Nach einer spannenden Stunde auf dem Markt geht es weiter in das Gebiet der Pa-O. Deren zentrales Heiligtum, das antike Pagodenfeld von Kakku, haben bisher nur wenige Ausländer besuchen können, da bis zum Jahr 2000 der Besuch nicht möglich war. Jetzt bietet sich dem Besucher ein atemberaubender Anblick: Fast 2.500 Stupas stehen dichtgedrängt nebeneinander. Wie alt die Anlage ist, lässt sich nicht mehr bestimmen. Eine Legende sagt, dass schon vor 2.300 Jahren mit dem Bau begonnen wurde, andere Quellen sprechen vom 12. Jahrhundert. Letztendlich spielt es aber auch keine große Rolle: Die frisch restaurierten 3 bis 10 m hohen Stupas sind sicherlich ein mystischer und faszinierender Ort. Kurz vor unserem Besuch hat es wieder angefangen zu regnen. Da es sich hier ja ebenfalls um eine Pagode handelt, nutzt alles zetern nichts: Wir müssen die Anlage barfuß besuchen. J Nach einer wärmenden Linsensuppe besichtigen wir noch ein Dorf der Pa-O und besuchen eine alte Dame in ihrem Haus. Hier gibt es noch keine Elektrizität und die Häuser sind aus Bambus gebaut. Weil es mittlerweile wie aus Kübeln schüttet, fällt der Spaziergang entsprechend kurz aus. Das war heute ein interessanter Ausflug in eine uns fremde Welt mit einem fantastischen Baudenkmal. Morgen wollen wir einen Bootsausflug auf dem Inle See unternehmen. Dort werden wir unter anderem die berühmten Giraffen-Frauen sehen…sofern es nicht den ganzen Tag regnet. J
28.10.2013
Heute soll eigentlich der Ausflug auf den Inle See stattfinden. Da es aber leider immer noch in Strömen regnet und auch ungemütlich kalt ist, beschließen wir, nicht an der Tour teilzunehmen. Das ist natürlich schon ein wenig schade. Kirsten hat allerdings seit Längerem Probleme mit Schmerzen in der Nierengegend, die trotz Antibiotika nicht besser werden. Und da die Boote über kein Dach verfügen, wäre man tatsächlich sehr lange dem Regen ausgesetzt. Kirsten hat sich schon in Yangon ärztlich untersuchen lassen, mit dem Ergebnis, dass sie sehr wahrscheinlich eine Nieren-/ Blasenentzündung hat. Da sie aber schon am Vortag Antibiotika genommen hatte, war im Test nichts mehr nachzuweisen. Eigentlich hätten die Beschwerden nach 10 Tagen Antibiotika, so es denn eine Blasen- oder Nierenentzündung wäre, jedoch längst verschwunden sein müssen. Im Laufe des Tages geht es Kirsten dann aber auch immer schlechter. Da die Reisegruppe sich in den nächsten zwei Tagen in einer Region aufhalten wird, in der die ärztliche Versorgung nicht gewährleistet ist, treffen wir eine für uns sehr schwere Entscheidung. Wir werden die Reisegruppe morgen verlassen und von Heho wieder nach Yangon fliegen. Dort können wir dann den Arzt aufsuchen. @Achim: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

26.10.2013 Empfang an unserem Hotel in Nyaungshwe

27.10.2013 Markt in Tanggyi


Pagodenfeld Kakku - bis vor wenigen Jahren unzugänglich 




fast 2.500 Stupas sind hier zu bewundern - aber leider Dauerregen

trotzdem mal wieder etwas für die Top-Ten

wir werden wiederkommen

in einem Dorf der Pa-O - Minderheit

28.10.2013 @Gerda: das Foto ist nur für Dich! ;-)

Kloster in Nyaungshwe

Kommentare:

  1. Happy Halloween nach Myanmar! Bisher war ich ein absoluter Amerika Fan, aber die Fotos aus Myanmar sind super und dies wäre bestimmt auch mal was für mich. Das Beenden der Rundreise ist schade, aber die Gesundheit geht vor. Für Kirsten gut Besserung!!!! Ich wünsche Euch noch ein paar schöne Wochen und dann hat Kirchheim /Euskirchen Euch schon wieder. Viele Grüße Andrea B.

    AntwortenLöschen